{"id":147,"date":"2017-04-15T21:57:15","date_gmt":"2017-04-15T19:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/?page_id=147"},"modified":"2017-06-21T13:58:28","modified_gmt":"2017-06-21T11:58:28","slug":"carzig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/carzig\/","title":{"rendered":"Carzig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aus unserer Dorfgeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen Seelow und Lebus nahe der Bundesstra\u00dfe 167 liegt unser Heimatdorf Carzig. Bis zur Bildung des Landkreises M\u00e4rkisch-Oderland war Carzig eine der kleinsten Gemeinden im ehemaligen Kreis Seelow.<\/p>\n<p>Unser Ort liegt auf der H\u00f6he, am Rande des Oderbruchs und wurde im Jahr 1324 erstmals als &#8222;Kartzk&#8220; urkundlich erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Im Jahre 1904 wurden umfangreiche Zeugen aus der Vergangenheit in unserer Gemeinde gefunden, gro\u00dfe silberne Sch\u00fcsseln und Zinnkr\u00fcge, die aus dem Jahre 1621 stammen. Teile davon sind im Museeum in M\u00fcncheberg zu besichtigen.<\/p>\n<p>Die Ortsbezeichnung k\u00f6nnte slawischen Ursprungs sein, wo &#8222;Karta&#8220; ein vom Wasser weggesp\u00fclter Baum bedeutet.<\/p>\n<p>Seit dem 14. Jahrhundert sagten unsere Vorfahren &#8222;Karzke&#8220; zu unserem Dorf. Es ist ein typisches Gassendorf, durch das fr\u00fcher eine sandige Stra\u00dfe f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Von je her bestimmte die Landwirtschaft die Struktur der Gemeinde.<\/p>\n<p><strong>Einwohner<\/strong><br \/>\nNat\u00fcrlich ging die Geschichte nicht spurlos an Carzig vorbei.So wohnten immerhin 159 B\u00fcrger im Jahr 1864 im Dorf. Die Einwohnerzahl wies einen st\u00e4ndigen R\u00fcckgang auf. Am 31. Mai 1994 z\u00e4hlte unsere Gemeinde nur noch 65 Einwohner, doch mittlerweile hat sich die Einwohnerzahl auf \u00fcber 70 erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><strong>Kirche<\/strong><br \/>\nDie Kirchengeschichte von Carzig war recht abwechslungsreich. Bis 1394 war Carzig Mutterkirche, danach Tochterkirche von Niederjesar, ab 1405 unterstand aber wieder Niederjesar der Kirche von Carzig. Von 1600 bis 1953 war Carzig Tochterkirche von Podelzig und seit 1954 von Mallnow.<\/p>\n<p>Die alte ehrw\u00fcrdige Kirche gotischen Baustils verf\u00fcgte \u00fcber eine Renaissance-Kanzel und einen sp\u00e4tgotischen Fl\u00fcgelaltar mit der Madonna, der heiligen Barbara, der heiligen Katharina und vier Heiligenfiguren auf der Innenseite eines jeden Fl\u00fcgels. Der 2. Weltkrieg lies davon allerdings nichts \u00fcbrig. Das Dorf und die Kirche wurden im Fr\u00fchjahr 1945 stark zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Von der Kirchenruine wurde der stark besch\u00e4digte Turm sp\u00e4ter abgetragen und ein Teil des Kirchensaales als Gemeinderaum ausgebaut.<\/p>\n<p><strong>Rittergut<\/strong><br \/>\nInteressant ist auch, dass einmal in unserem Dorf ein Rittergut mit 1444 Morgen Land gab. Dieses wurde dann 1930 aufgel\u00f6st. Wirtschaftsteile und Wohnh\u00e4user wurden von Kleinbauern \u00fcbernommen. 1200 Morgen \u00fcbernahm davon ein Gro\u00dfbauer. Im Jahre 1946 wurden im Zuge der Bodenreform 1199 Morgen enteignet und aufgeteilt an 11 Landarbeiter, landlose sowie landarme Bauern.<\/p>\n<p><strong>Schule<\/strong><br \/>\nBis 1945 hatte der Ort eine typische Einklassenschule. So kam \u00a0es nicht selten vor, dass \u00fcber 30 Kinder unterschiedlicher Klassenstufen von einem Lehrer in einem Raum unterrichtet wurden.<br \/>\nDurch das Engagement des Dorfschullehrers wurde das Dorf bereits Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts an das elektrische Netz angeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Wasserm\u00fchle<\/strong><br \/>\nVon der 1427 erstmalig erw\u00e4hnten Wasserm\u00fchle zeugen heute leider nur noch die Grundmauern.<\/p>\n<p><strong>Post<\/strong><br \/>\nAnfang des letzten Jahrhunderts war die Carziger Post ein wichtiger Knotenpunkt f\u00fcr die umliegenden D\u00f6rfer. Diese mussten ihre Post von hier abholen.<\/p>\n<p><strong>Eisenbahn<\/strong><br \/>\nIm Jahre 1877 wurde die Eisenbahnlinie Wriezen &#8211; Frankfurt (Oder) eingeweiht. Auch der Bahnhof Carzig war ein Knotenpunkt f\u00fcr die umliegenden D\u00f6rfer wie Alt-Malisch, Mallnow und Niederjesar.<br \/>\nDas Bahnhofgeb\u00e4ude wurde Ende des 2. Weltkrieges zerst\u00f6rt. Nach dem Krieg wurde ein kleines neues Dienstgeb\u00e4ude errichtet. T\u00e4glich hielten mehrere Personenz\u00fcge in Carzig. Mit dem Fahrplanwechsel 1994\/95 kam dann\u00a0am 28.Mai 1994 das Aus.<\/p>\n<p><strong>Adonisr\u00f6schen<\/strong><br \/>\nEnde April, Anfang Mai eines jeden Jahres wird unsere Gemeinde von vielen Naturfreunden aus Nah und Fern besucht. Grund daf\u00fcr ist das Naturschutzgebiet Oderh\u00e4nge. W\u00e4hrend dieser Zeit bl\u00fchen die goldgelben <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adonisr\u00f6schen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adonisr\u00f6schen (Link zu Wikipedia)<\/a>. Sie sind eine Rarit\u00e4t im Norden Deutschlands und haben in der Vergangenheit viele begeisterte Anh\u00e4nger in ihren Bann gezogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus unserer Dorfgeschichte Zwischen Seelow und Lebus nahe der Bundesstra\u00dfe 167 liegt unser Heimatdorf Carzig. Bis zur Bildung des Landkreises M\u00e4rkisch-Oderland war Carzig eine der kleinsten Gemeinden im ehemaligen Kreis Seelow. Unser Ort liegt auf der H\u00f6he, am Rande des Oderbruchs und wurde im Jahr 1324 erstmals als &#8222;Kartzk&#8220; urkundlich\u2026<\/p>\n<p> <a class=\"continue-reading-link\" href=\"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/carzig\/\"><span>mehr lesen<\/span><i class=\"crycon-right-dir\"><\/i><\/a> <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"xn-wppe-expiration":[],"xn-wppe-expiration-action":[],"xn-wppe-expiration-prefix":[],"footnotes":""},"class_list":["post-147","page","type-page","status-publish","hentry","gallery-content-unit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=147"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":408,"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147\/revisions\/408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.carzig.net\/carzig\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}